Middelburgh

Middelburgh ist eine Stadt im Südwesten der niederländischen Provinz Zeeland an der Grenze zu Belgien. Die ersten sephardischen Juden liessen sich nach Amsterdam auch in dieser Stadt nieder.

Die Synagoge wurde im Jahre 1705 errichtet. Sie war die erste Synagoge außerhalb von Amsterdam. Im Jahre 1942 wurde das Gebäude von den Deutschen besetzt, später durch Bomben beschädigt. 1994 wurde die Synagoge wieder aufgebaut. Sie wird durch die jüdische Gemeinde genutzt.


Der ashkenasische Friedhof von Middelburgh

Ab 1700 siedelten ashkenasische Juden im Ort. Bereits 1705 wurde die Synagoge an der Herenstraat gebaut. Bereits ab 1704 hatten die Ashkenazim einen eigenen Friedhof an der Walensingel.

Heute stehen dort 347 Grabsteine

Der Friedhof wird noch für die Begräbnisse der kleinen Gemeinde (40 Mitglieder) genutzt.


Der sephardische Friedhof in Middelburgh

Die sephardischen Juden flüchteten vor der Inquisition via Antwerpen auch nach Middelburgh. Ab 1655 hatten sie hier einen eigenen Friedhof. Er liegt am „Jodengang“ nach dem Seisbolwerk.

Heute befinden sich hier noch 93 Grabsteine. Deren sephardischen Ursprung erkennt man an den portugiesischen Texten und auch daran, daß die Grabsteine liegen und nicht stehen. Von dieser Regel s gibt es Ausnahmen.

Der sephardischen Friedhof von Middelburgh ist neben dem „Beth Haim“ in Amsterdam der Einzige seiner Art in den Niederlanden.

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