Vlissingen

Vlissingen ist eine Hafenstadt an der Mündung der Westerschelde. Sie liegt in der Provinz Zeeland an der Südküste der Insel Walcheren.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen zuerst sephardische Juden in die Stadt. Sie verliessen die Gegend bald wieder und es dauerte bis zum 18. Jahrhundert, bis es wieder eine jüdische Gemeinde in Vlissingen gab. Nun waren es ashkenasische Juden, die bald darauf, 1835, eine Synagoge in der heutigen Molenstrasse erbauten. Wenig später folgte der Friedhof in der heutigen Julianalaan.

Die Synagoge an der Molenstraat wurde bereits 1868 durch ein Gebäude am Peperdijk ersetzt. Dieser Bau wurde bis 1920 genutzt. Dann war die Gemeinde zu klein, um noch die nötige Anzahl der Gläubigen für die Riten (Minjan) zusammenzubekommen. Es wurde zwar eine Synagoge an der Gravenstraat gebeut, sie wurde aber nur zu Festtagen genutzt. Sie wurde 1944 bombardiert und fast völlig zerstört.

Von den 50 Juden aus Vlissingen  überlebten zwei den Weltkrieg.


Die Friedhöfe

Der neue Friedhof an der President Rooseveltlaan

Der neue Friedhof wurde ab 1907 benutzt. Nach dem 2. Weltkrieg fanden keine Beerdigungen mehr statt. Zum Andenken an die ermordeten Juden wurde im Jahre 1954 ein Gedenkstein am Friedhof aufgestellt.

Im Jahre 2004 wurde der Friedhof restauriert und neu eingeweiht. Auch das Tahara Haus wurde wieder hergestellt. Insgesamt wurden in 100 Jahren etwa 200 Menschen hier begraben.

Bilder vom Friedhof

Der Friedhof an der Julianalaan

Dieser Friedhof wurde von 1835 bis 1907 belegt. Danach wurde der neue Friedhof an der Friedhofstraße eingeweiht. Auf dem alten Friedhof stehen noch 24 Grabsteine.

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